Ölkessel raus, Wärmepumpe rein
Am Anfang stand die gründliche Analyse des Gebäudes, das 1904 gebaut wurde. Unsere Wärmepumpenspezialisten prüften den Zustand der Heizungsanlage, die Heizlast, die vorhandenen Heizflächen und die technischen Anforderungen des Komplexes, in dem sowohl drei Wohneinheiten als auch das Gemeindezentrum ansässig sind. Ein zentraler Schritt war die raumweise Heizlastberechnung, die genauen Aufschluss darüber gibt, wie viel Wärme die einzelnen Bereiche und das gesamte Gebäude bei niedrigen Außentemperaturen benötigen.
Nach der Bestandsaufnahme begann die Planung einer zentralen Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Beheizung. Diese wurde aufgrund der Gebäudegröße von 800 m² und zur zusätzlichen Ausfallsicherheit als Kaskade mit drei Geräten geplant. Parallel wurden alle organisatorischen und rechtlichen Fragen geklärt sowie Fördermittel beantragt.
Zur Vorbereitung des Tauschs wurden vom Kunden zunächst die Fundamente für die Wärmepumpen gesetzt, die Öltanks entfernt sowie die Räumlichkeiten für die Pufferspeicher vorbereitet. Zum Start des Umbaus wurde die Ölheizung außer Betrieb genommen und zurück gebaut. Die Kollegen aus Hameln und Northeim starteten parallel mit der Aufstellung der Wärmepumpen und Pufferspeicher sowie der Installation und dem Austausch der Anlagentechnik, Pumpentechnik, Regelungen und Rohrleitung. Die Erneuerung der zugehörigen Elektrotechnik wurde von unserem Partnerunternehmen Elektro Mönnich übernommen.
Nach dem Einbau wurde die Anlage in Betrieb genommen, getestet und schrittweise angepasst. Im laufenden Betrieb werden nun Verbrauchsdaten und Temperaturen weiter beobachtet, um die Anlage auf alle Gegebenheiten optimal einzustellen.
Fazit: Der Einbau einer Wärmepumpe in einem bisher mit Öl beheizten Bestandsgebäude ist ein mehrstufiger Prozess, der technisches Fachwissen, gute Planung und enge Abstimmung aller Beteiligten verlangt. Der Erfolg hängt nicht allein von der Wahl des Geräts ab, sondern vom Zusammenspiel aus Heizlastberechnung, geeigneter Wärmequelle, optimierter Wärmeverteilung und sauberer Inbetriebnahme und Einstellungen im Nachgang für eine effiziente Betriebsweise. So wird die Umstellung auf eine Wärmepumpe auch im Bestand zu einer zukunftssicheren Lösung.






